Description
“Marquee Moon” von Television definierte den Gitarrenrock auf so originelle und bahnbrechende Weise neu, dass Kritiker und Fans auch fünf Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung noch immer Schwierigkeiten haben, sein Wesen zu beschreiben. Das 1977 auf Elektra erschienene Album entstand, nachdem sich die Band vier Jahre lang in der blühenden New Yorker Kunstszene ihre Sporen verdient hatte. Das Debüt wurde vom Rolling Stone auf Platz 107 der besten Alben aller Zeiten gewählt und findet sich auf praktisch jeder bedeutenden Bestenliste! Darüber hinaus wurde der epische Titeltrack vom Rolling Stone auf Platz 173 der “Greatest Songs of All Time” gewählt. Produzent Andy Johns schreckte zunächst vor Tom Verlaines Wunsch zurück, in einem der kleinsten Räume des A&R-Studios, mit einem Retro-Setup inklusive Röhrenmischpult aufzunehmen. Johns missverstand zudem Verlaine, der als Co-Produzent fungiert und sich ein trockenes Klangbild vorstellte, stand dies doch im Widerspruch zu dem großen, satten Klangbild, das sich letztendlich durchsetzte. Johns verbrachte einen Tag damit, am Schlagzeug herumzubasteln, um Effekte zu erzielen, die denen ähnelten, die er mit Led Zeppelin und den Rolling Stones erreicht hatte – nur um alles wieder auseinanderzunehmen, als Television den Wunsch nach einem einfachen, hallfreien Sound äußerte. Auf “Marquee Moon” hört man diesen direkten, fokussierten, geradlinigen Sound und wie dieser mit minimalen Overdubs für Klavier und Gesang umgesetzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich seine Einstellung zu “Marquee Moon” von distanzierter Neugier zu uneingeschränkter Verehrung gewandelt. Sein Sinneswandel ist leicht nachvollziehbar und deckt sich mit den Meinungen fast aller, die sich mit dieser seltsamen, schönen, scheinbar widersprüchlichen Platte beschäftigt haben. Nur wenige Alben dieser Ära – ebenso davor und danach – vereinen eine solch akrobatische technische Virtuosität, eine “Back-to-the-Basics”-Struktur, Jam-Band-Improvisationen, narrative Mystik, zarte Finesse und derart eingängige Hooks. Vor allem Verlaines Spiel und seine Texte, aber auch seine Interessen und sein Hintergrund sind anders als die der archetypischen Gitarrenhelden, geschweige denn der Vertreter der ersten Punk-Welle: Er verliebte sich zunächst in die klassische Musik, bevor er sich dem Jazz und dem Saxophon zuwandte. Verlaines Genialität, Disziplin und sein Gespür sind auf “Marquee Moon” omnipräsent und sind ein wesentlicher Bestandteil der impressionistischen Sechs-Saiten-Dialoge mit dem kongenialen Bandkollegen Richard Lloyd – ebenso wie die zurückhaltenden, synkopierten Rhythmen, die von Bassist Fred Smith und dem jazzorientierten Schlagzeuger Billy Ficca erzeugt werden. Gemeinsam erreichten die vier Mitglieder eine einzigartige Mischung aus Präzision, Chromatik und Expressionismus, die in den Grauzonen zwischen Garage-Rock, Punk, Prog sowie Free-Jazz angesiedelt und ebenso stark von Klassik, Jazz und Psychedelia geprägt ist. Kein Wunder, dass “Marquee Moon” einen großen Einfluss auf die nachfolgenden Subgenres New Wave, Experimental-Rock, Art-Pop und den Rock hatte. Die im kalifornischen Studio von MoFi liebevoll von den Originalbändern gemasterte und in einer Gatefold-Verpackung im Mini-LP-Stil untergebrachte Hybrid-SACD präsentiert diesen Klassiker erstmals in audiophiler Referenz-Qualität: Enorme Realitätsnähe und mitreißende Präsenz mit ungebremster Klarheit, Dynamik und Detailverliebtheit: Mit der nummerierten Hybrid-SACD von MFSL kommt mehr Rock-Feeling denn je auf. Drehen Sie den Lautstärkeregler voll auf!

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